DVTM | Stellungnahme zu Mitteilung 718/2008 der BNetzA zu Rufnummernbereich (0)137 für Massenverkehrsdienste; Verlagerung in den Rufnummernbereich (0)500 oder Verbleib im Bereich (0)137
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Stellungnahme zu Mitteilung 718/2008 der BNetzA zu Rufnummernbereich (0)137 für Massenverkehrsdienste; Verlagerung in den Rufnummernbereich (0)500 oder Verbleib im Bereich (0)137

I. Sachstand

In der Amtsblatt-Mitteilung Nr. 718/2008 vom 17.12.2008 teilt die Bundesnetzagentur mit, dass sie als Alternative zur Verlagerung der Massenverkehrsdienste in den neuen Nummernraum (0)500, den Verbleib der Dienste im derzeitigen Nummernraum (0)137 erwägt und gibt Gelegenheit zur Stellungnahme.

 

II. Stellungnahme zu den aufgeworfenen Fragestellungen:

 

1. Besteht Interesse an der Verlagerung in den Rufnummernbereich (0)500?

Der FST spricht sich ausdrücklich gegen eine Verlagerung des Rufnummernbereichs (0)137 für Massenverkehrsdienste in den Rufnummernbereich (0)500 aus.

Bei den Mitgliedsfirmen besteht kein Interesse an einer Verlagerung.

Die 0137-Nummern sind bestens in den Markt eingeführt und werden von den Verbrauchern akzeptiert und genießen Vertrauen. Kundenbeschwerden sind auch bei großen Anbietern bisher nicht aufgekommen. Demgegenüber wird befürchtet, dass eine neue Nummer mit einer neuen Vorwahl zunächst einmal eher zu Verwirrung und Misstrauen führen würde.

Einer Verlagerung steht ein unverhältnismäßig hoher Umstellungsaufwand entgegen, da die 0137er-Nummern sowohl bei Sendern als auch bei den Zuschauern bekannt sind und in den verschiedensten Medien kommuniziert werden.

Eine Notwendigkeit, den Rufnummernbereich aus wettbewerbsrechtlichen Gründen zu verlagern, wird nicht mehr gesehen. Gerade die wirtschaftlichen Erwägungen wie Werbeaufwand, Umstellungskosten, Bekanntheit und Ruf der bisher verwendeten Rufnummern spricht gegen eine Umstellung.

Schließlich möchten wir darauf hinweisen, dass kein Kausalzusammenhang zwischen der Realisierung eines automatisierten Portierungsverfahrens und einer Migration von (0)137-Diensten in einen anderen Nummernbereich besteht. Die Frage einer u.E. weder sinnvollen noch notwendigen Neunummerierung von MABEZ-Diensten kann und muss vielmehr getrennt von der Frage erörtert werden, wie sich eine Portierung von MABEZ-Rufnummern in einer Multicarrierlandschaft realisieren lässt.

 

2. Besteht Interesse an der Erbringung unentgeltlicher Massenverkehrsdienste?

Teilweise besteht in der Branche Interesse, an der Erbringung unentgeltlicher Massenverkehrsdienste. Vorgeschlagen wird, dies bspw. im Bereich 0137-0 zu erbringen.

 

3. Besteht Interesse an der Erbringung von Massenverkehrsdiensten im Offline-Billing?

Es besteht kein Interesse.

Die jetzige online-Billing Lösung hat sich insbesondere in Peak-Applikationen bewährt. Sie ist schnell, zuverlässig und auch für die Nutzer bezüglich der Kosten transparent. Offline-Billing würde nur mehr Variabilität gegenüber den Enverbraucherpreisen schaffen, wofür jedoch bei Massenapplikationen kein Bedarf gesehen wird.

 

4. Gibt es im Rufnummernteilbereich (0)137-7 (1 Euro/Anruf) Anwendungen im Sinne des legaldefinierten Nutzungszwecks der Massenverkehrdienste nach § 3 Nr. 11d TKG (Beispiele)?

Bei den Mitgliedern des FST besteht keine einheitliche Positionierung zur Schließung der Rufnummerngasse 0137-7 bzw. der Tarifierung von MABEZ-Diensten mit Anrufertarifen bis zu einem Euro.

 

5. Sollte im Falle des Verbleibs im Rufnummernbereich (0)137 eine Änderung der heute gültigen Anrufratenobergrenzen vorgenommen werden? Wenn ja, welche konkreten Änderungen sollten erfolgen?

Bei den Mitgliedern des FST besteht keine einheitliche Positionierung zur Änderung der heute gültigen Anrufratenobergrenzen.

 

6. Sprechen im Falle des Verbleibs im Rufnummernbereich (0)137 zwingende technische Gründe dagegen, von einer Zuteilung von 10.000er-Blöcken auf eine Zuteilung von 1.000er-Blöcken überzugehen?

Technische Gründe, die einem Übergang auf eine Zuteilung von 1.000er- Blöcken entgegen stehen, werden nicht gesehen.

 

FAZIT

Der FST spricht sich gegen die Verlagerung des Rufnummernbereichs (0)137 für Massenverkehrsdienste in den Rufnummernbereich (0)500 aus. Eine wettbewerbsbedingte Notwendigkeit besteht dazu nicht. Die Verlagerung würde vielmehr erhebliche Kosten für die Einführung der neuen Nummern nach sich ziehen, bisherige Investitionen in 0137-er Nummern entwerten, aber auch die Verbraucher und Nutzer verwirren und verunsichern.

 



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