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DVTM begrüßt grundsätzlich die Single-Market-Initiative der EU bei gleichzeitiger Stärkung der Wettbewerbs-politik für den TK-Markt

DVTM widerspricht der Telekom Forderung nach einem Aussetzen der Wettbewerbspolitik und einer damit verbundenen Re – Monopolisierung

 

Während die Branche auf eine Entscheidung der europäischen Kommission zum Thema European Single Market wartet, wird gleichzeitig auf nationaler Ebene eine Grundsatz-debatte über die künftige Ausrichtung der Regulierung des Telekommunikations-marktes geführt.

Hintergrund der Diskussion ist hierbei das Verständnis einer neuen, europäischen Industriepolitik mit einheitlichen Tarifen, Standards und Schnittstellen und parallel dem verstärkten Breitbandausbau zur Aufrechterhaltung der Wettbewerbsfähigkeit.

Ehemalige Monopolisten wie die Telekom appellieren nun aber an die EU, dass nur eine Re Monopolisierung der ehemals führenden Unternehmen, und hier allen voran die Telekom, der Garant sei, um wirksam der übermächtigen Konkurrenz aus Asien und den USA entgegentreten und die Forderungen der EU erfüllen zu können.

„Das ist eine unzulässige Verknüpfung von industriepolitischen Zielen mit Re–Monopolisierungsmaßnahmen eines Incumbents“, so Renatus Zilles, Vorstandsvorsitzender des DVTM.

Betrachtet man zudem die Situation in den USA, wird deutlich, dass es gerade die Firmen waren, die mit innovativen und strategischen Konzepten sich erst aufgrund eines wettbewerbsorientierten Marktes ihre heutige Vormachtstellung gesichert haben. Als Beispiel seien hier die ehemaligen start ups Google, Facebook und Apple genannt, die, auf Basis freier Wettbewerbsbedingungen, vorbei an den behäbigen Monopolisten entstanden sind. Setzten diese jungen Firmen auf Innovation und Risiko waren die Monopolisten einzig auf den Erhalt ihrer Dividende bedacht. „Hätte die Deutsche Telekom in der Vergangenheit mehr auf Innovationen gesetzt, würde sie heute zu einem der Global Player weltweit gehören“, so Renatus Zilles.

Die Forderung der Telekom basiert also nur auf den ersten Blick auf dem Verständnis, das eine neue Industriepolitik auch einen verstärkten Netzinvest bedeuten würde.

Durch einen BNetzA nahen wissenschaftlichen Arbeitskreis dem 12 namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik angehören, wird die Argumentation der Telekom nun zusätzlich wiederlegt. In der aktuellen Studie des Arbeitskreises wird nachgewiesen, dass die Telekom These, nach der nur eine Monopolstellung ausschlaggebend sei für eine zukunftsweisende Netzinvestitionen und Wettbewerbsvorteile, nicht zu halten ist: Vielmehr kommen schon jetzt mehr als 50 % der insgesamt knapp 62 Milliarden Euro durch Investitionen von Telekom Konkurrenten.

„Wettbewerb schafft Innovation und Netzwerkeffekte. Der Weg der Telekom jedoch wird verhindern, dass sich der Markt in den nächsten Jahren weiter öffnet hin zu einem einheitlichen europäischen Binnenmarkt. Stattdessen wird er zu einem rückläufigen Wettbewerb und verbunden mit Nachteilen für den Endverbraucher führen“, erläutert Renatus Zilles die drohenden Auswirkungen.

„Der DVMT fordert daher den Erhalt und den Ausbau der bis jetzt erreichten Wettbewerbs und Regulierungspolitik zur Stärkung eines zukunftsorientierten Schengener Abkommens und damit zugunsten von langfristigen europäisch einheitlichen Innovationen“, fügt DVTM Geschäftsführer Boris Schmidt hinzu.

 



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